Springe zum Inhalt

Aktuelles

Faulbrut im Kreis Stormarn: Sperrzone aktualisiert

Bürstenset stets dabei

Das ist das Vorderbein der Biene, mikroskopisch betrachtet. Auffällig sind die bürstenförmig angeordneten Borsten auf dem Bein. Wer ständig im Blütenstaub herumwühlen muss, um an Nektar zu kommen, sollte auf Reinlichkeit achten, denn nur ein sauberer Körper funktioniert richtig. Brillenträger wissen, was eine verstaubte Brille für die Sehleistung bedeutet. Damit auch Bienen klaren Blick beim Flug behalten, benutzen sie die Augenbürste (AB). Zum weiteren Abstauben dienen die Borsten der Schiene (B). Menschen mit Schnupfen oder verstopfter Nase können Gerüche nicht wahrnehmen. Eine Biene, die mit ihren Antennen sogar räumlich riechen kann, trifft es da noch übler. Räumliches Riechen bedeutet, das sie sofort lokalisieren kann, woher ein Geruchsstoff kommt. Sie kann 1,9 Billionen Duftmoleküle/cm³ wahrnehmen. Allerdings ist die Riechschärfe vergleichbar mit unserer. Also, verstaubte Antennen. Dagegen hilft ein Putzapparat (PA), in dessen Halbrund die Antenne eingelegt, die Schiene in Richtung des Pfeils bewegt wird, wodurch sich der abgespreizte Teil des Putzapparates über der Antenne schließt. Jetzt die Antenne durchziehen - und sauber ist es. Bei Vergrößerung des Bildes erkennt man, dass auch der Verschlussteil des Putzapparates mit Borsten besetzt ist - da hat die Biene tatsächlich die Rundum-Bürste erfunden. Funktioniert fast wie bei einer Schuhputzmaschine, nur hier ist alles eingebaut und stets verfügbar. Das Vorderbein wird oft als Putzbein bezeichnet.

Foto und Text W. Matzick

Bahnhof auf Vordermann bringen - notwendige Arbeit. Sich mit den Imker*innen über Renaturierung, Bahn und Biene informieren, und dabei ein blumiges Gelände betrachten, das ist Spaß bei der Arbeit. Uns hat es ebenfalls Spaß gemacht, auch wenn wir nur wenige waren. Aber an unseren gelben Caps und T-Shirts blieben wir unverkennbar: Die Imker*innen.

Spendenparlament 27.05.2024

Die Vorsitzende des Oldesloer Spendenparlamentes, Frau Gudrun Möllnitz, überreicht dem 1.Vorsitzenden des Imkervereins An der Trave e.V., Herrn Wulfhard Matzick den Spendenscheck. Er wird für eine insektenfreundliche Bepflanzung auf dem Bahnhofsgelände verwendet. "Wir wollen Kindern wie auch Erwachsenen zeigen, was-wo -wie - wächst und lebt. Dazu sollen Ausschilderungen zu Pflanzen und Tieren einen Lehrpfad bilden, den wir auf Führungen begehen."(Zitat aus dem Antrag vom 21.03.) Das ist förderungswürdig - und ein etwas ungewöhnlicher Antrag für das Spendenparlament. Die vielen öffentlichen Auftritte des Imkervereins haben die Nachfrage nach Informationsveranstaltungen und Zusammenarbeit mit Kita und Schule gefördert.

Pfingstsonntag - erholsame Ruhe

Eine kleine Dokumentation unseres Vereinsfreundes Eckart Mayer

Und wenn der Bienenschwarm in Ihren Garten kommt? Was dann?

Urlaubsstimmung pur - und wir bauen für geplante 4,5 Std unseren Infostand "Rund um die Biene" auf. Geblieben sind wir 2 Stunden länger. Warum?

Weil es langweilig war? Denkste, denn die Fragen nach der Entwicklung der Biene, nach Farbensehen und Orientierung, Wabenbau und Wachsgewinnung, Honigsorten, Gerüchen in der Imkerei, Bedeutung von Wespe und Co, Gartengestaltung, Honiggewinnung, Solitärbienen, Schwarmverhalten, puh - da war auch mal eine kleine Pause zwischendurch nötig. Danke an den Campingplatz, danke unseren Vereinsmitgliedern für die Öffentlichkeitsarbeit, und bis zum nächsten Jahr, wenn wir wieder "Rund um die Biene" informieren.

Fotos: J. Matzick

PRAXISTAG: Königinnenzucht

Sachkundige Anleitung im Verein - das macht nicht nur Spaß, sondern hilft auch, Fehler zu vermeiden. Und die Gemeinschaft erinnert ihre Mitglieder rechtzeitig daran, was am Bienenstand als Nächstes zu tun ist. So bleibt man stets auf dem Laufenden. Gut, wenn der Imkerverein in der Lage ist, aus eigener Kraft mit Fachwissen und Praxis beim Imkern zu helfen. Der Vorstand dankt allen Aktiven für ihren Einsatz.

Wulfhard Matzick, Vorsitzender

Mit uns

ganz entspannt imkern

Foto: W.Matzick

Nur gut ausgebildete Imker

sichern

das Überleben unserer Bienen

Aus der von uns Menschen geformten Landschaft verschwinden erschreckend viele Tier- und Pflanzenarten, weil sie mit der Umgestaltung nicht zurechtkommen. Davon sind auch unsere Honigbienen betroffen. Da wir die Landschaft nicht in eine ursprüngliche Form zurück gestalten können, müssen wir unseren Bienen beim Überleben sachgerecht helfen. Nun kommt die Veränderung des Klimas hinzu, was für die Tiere bedeutet, mit stark wechselnden Wetterverhältnissen klarzukommen. Verkürzte Sommer, längere Herbstzeiten, früher einsetzendes Frühjahr und milde Winter sind Veränderungen, die auf die Entwicklung der Honigbienenvölker - aber auch auf Solitärbienen und andere Insekten - massiven Einfluss ausüben. Eine weitere Bedrohung sind Krankheiten und Parasiten, die rechtzeitig erkannt und behandelt werden müssen. Und schließlich ernten wir mit dem Honig ein Lebensmittel, mit dessen Gewinnung Anforderungen zu erfüllen sind.

Die Zeiten, in denen man Bienen nur als Insekten betrachtete, wobei es auf Verlust einzelner nicht ankam, sind vorbei. Heute begreifen wir den Bien als großen Organismus, der nur unverletzt in seiner Gesamtheit existieren kann. Das Wissen über unsere Bienen hat enorm zugenommen und zu einer starken Veränderung der Imkerei geführt.

Daher treffen wir uns jeden 3. Donnerstag im Monat zum informativen Austausch und einem Fortbildungsthema, zu dem wir Gäste herzlich willkommen heißen. Wir sind dem Restaurant "Zum Kamin" in Bad Oldesloe für seine Bewirtung und die Möglichkeit, mit zeitgemäßem Medieneinsatz unsere Mitglieder zu schulen, sehr dankbar.

Neben den Treffen informieren wir an unseren Ständen auf dem Wochenmarkt, an Weihnachtsmärkten und Rassegeflügelausstellungen "Rund um die Biene", wobei wir für alle Sinne Erlebnisse bereithalten. Diese Ausstellungen dienen in erster Linie der Information über das faszinierende Insekt Biene und werden von Besucher*innen unseres Standes freudig angenommen.

Innerhalb unseres Vorstandes kümmern wir uns arbeitsteilig um verschiedene Bereiche. Neben den üblichen ist die besondere Betreuung der Imkeranfänger*innen zu erwähnen, die über eine "SIGNAL"-gruppe in ständigem Kontakt stehen, sowohl bei ihren Bienen direkt oder auf dem Anwesen unseres Imkerfreundes Eckart Mayer geschult werden. Weitere Informationen vermitteln wir über diese Homepage, die ständig aktualisiert auch von Nichtimkern besucht wird. Zusätzlich gibt es mindestens einen Mitgliederbrief im Monat. Erwähnenswert sind ebenfalls Veranstaltungen, wie unsere jährliche Tages-Imkerreise mit dem Bus und das Sommersfest, die die Gemeinschaft stärken.

Im Jahr 2023 haben wir in jeden 1. Mittwoch im Monat eine ZOOM-Sitzung abgehalten, auf der wir uns zu aktuellen Problemen am eigenen Bienenstand austauschen und beraten. Anfänger wissen oft nicht, welche Geräte man anschaffen sollte. Hier ist Hilfe nötig, die Fehlkäufe verhindert. Die Hersteller imkerlichen Zubehörs haben immer noch nicht begriffen, dass zum Verkauf auch Beratung und Infomaterial gehört. Aus dem Internet herunter zu ladende pdf-Betriebsanleitungen und Beipackzettel sind kein Standard in dieser Branche.

Als Imkerverein An der Trave e.V. sind wir Mitglied im Imkerverband Hamburg e.V. und damit auch im Deutschen Imkerbund e.V. (DIB). Somit haben wir Zugang zur Fort- und Weiterbildung, Imkermessen und zu einer Versicherung. Sie ist wichtig, wenn Menschen bei unserer Bienenhaltung zu Schaden kommen oder wir Verluste in der Imkerei erleiden.

Wir vom Imkerverein An der Trave e.V. - Bad Oldesloe und Umgebung

  • Haben ein offenes Ohr für alle, die einen Rat beim Imkern brauchen
  • geben gern Antworten zu Fragen "Rund um die Biene"
  • freuen uns über alle, die mit ihrem Eintritt unseren Verein verstärken wollen

Wulfhard Matzick, 1.Vorsitzender