Gelee Royale

Dieser Stoff wird in der Futtersaftdrüse und Oberkieferdrüse der Biene erzeugt und zur Aufzucht der Königinnenmade benötigt. Neben einer Anzahl von Säuren enthält er 10-20% Zucker, 9-18% Proteine und 4-8% Fette. Wenn ein Bienenvolk sich eine Königin nachziehen will, legt es Weiselzellen an, in die die alte Königin ein Ei legt. Die schlüpfende Made wird nun mit Futtersaft so reichlich versorgt, dass sie darin schwimmt. Am dritten Tag ist die Menge zur Ernte optimal, also entfernt man die Made und gewinnt den Königinnensaft.

Da man nicht warten will, bis ein Volk zur Nachzucht von Königinnen schreitet, leitet man diesen Vorgang durch Wegnahme der alten Königin und künstliche Bestiftung in vorgefertigten Weiselzellen ein. Dieser insgesamt komplizierte Vorgang einschließlich der Weiterverarbeitung ist nur darauf spezialisierten Imkereien möglich.

 

Für Gelee royale werden 100-130 € pro kg gezahlt. Pro Volk können bis zu 500g geerntet werden. Da die Entnahme der Königin einen enormen Stress für das weisellose Bienenvolk bedeutet und die Pflegebienen in ihrer Futtersaftproduktion zu Höchstleistungen gefordert werden, können wir diese Gewinnung einschließlich der daraus hergestellten Produkte nicht gut heißen.

 

*Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gel%C3%A9e_royale                                           https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/gelee-royale-koenigliches-antiaging-21063

Karl Weiß: Der Wochenend-Imker, München 1980, S.332                              Hüsing/Nitschmann: Lexikon der Bienenkunde, München 1987, S. 146