TIPPS und TRICKS

Hier stellen wir Ideen vor, die wir umgesetzt haben, um uns das Imkern zu erleichtern.

Trotz friedlicher Bienen muss man den Smoker hin und wieder einsetzen. Ärgerlich ist es, wenn beim Einfüllen oder Hantieren der Inhalt verrutscht und die Glut erlischt. Dann beginnt die Prozedur des Raucherzeugens wieder von vorn. Das bedeutet Unterbrechung der Arbeit am Bienenstand und nervt gewaltig.                 Dieses Problem hat Eckhard Moßner gelöst, indem er ein kleines Brett an der Unterseite des Blasebalgs anbringt. Durch die Schieflage im Behälter bleibt das Glutnest immer an der tiefsten Stelle und erhält weiterhin Luftzufuhr.

 

 

 

 

 

 

 

Wer eine kleine Hobbyimkerei betreibt, hat oft Probleme, seine Honigzargen unter zu bringen. Meist versperren die Türme ausgerechnet die Stellen im Raum, an die man doch einmal im Laufe des Jahres heran muss. Dann beginnt ein Geschiebe und Herumgebaue, was den Zargen meist nicht gut tut.                                              Eine einfache Lösung für denjenigen, der wenige Zargentürme besitzt, hat Wulfhard Matzick gefunden. Pflanzenroller aus dem Baumarkt, mit einer Platte versehen, machen die Aufbewahrung mobil. Man könnte auch Rollen kaufen und unterschrauben, aber die sind oft um ein Vielfaches teurer als die Fertigsysteme. Die Aufbewahrung der Waben beschert einem oft ein Problem mit Wachsmotten, dessen Lösung nachzulesen ist unter:   http://www.imkerverband.info/up/files/Wachsmotten_BZ9-2006.pdf

 

 

 

 

 

 

 

Große Honigbehälter aus Kunststoff können plötzlich brechen und die Honigernte fließt auf den Boden. Um sicher zu gehen, dass das nicht passiert, hat Eckart Mayer sich einen Metallbehälter der Fa. Polsinelli aus Italien in der Größe 150l (entspricht 200kg Honig) mit Deckel angeschafft. Den Ablasshahn hat er selbst eingebaut, den Deckel mit einer Neoprenabdichtung luftdicht versehen. Für Behälter dieser Größe ist ein Hydraulik-Heber nötig. Den gibt es bei Ebay oder im Motorradhandel als Motorradheber mit 500kg Traglast. Darauf wurden zwei Küchenarbeitsplatten mit Scharnier verbunden. Beim Kippen kann ein Holzkeil untergeschoben werden. Der Eimer ist mit 4 rund angepassten Holzstücken in den Ecken vor dem Verrutschen gesichert. Eine auf 20 cm Höhe gesenkte Hydraulikbühne ermöglicht bequemes Rühren des Honigs; auf 60 cm angehoben ist das Abfüllen ein Kinderspiel. 6 Schwerlastrollen machen den Motorradheber manövrierfähig. Zum Schluss ein Wort zu den Kosten: Motorradheber 119,-€, Metallbehälter 114,-€, Arbeitsplatte 10,-€ - und nicht zu vergessen: 2 Std. Arbeitszeit.

 

 

 

 

 

 

 

Bei sehr wechselhaften Wintern kann es vorkommen, dass das Futter knapp wird und die begonnene Bruttätigkeit im Volk wieder eingestellt wird. Da hilft nur Zufüttern im Frühjahr, und zwar mit Futterteig, schreibt Wulfhard Matzick:

Teig stelle ich selbst her, indem ich 1kg Puderzucker mit 1kg eigenem Honig mit der Küchenmaschine verrühre. Meine Honiggläser erwärme ich auf 30°C schonend im Wasserbad oder direkt im Backofen, aber nie in der Mikrowelle (Messungen zeigen, dass nach 2 Min. Mikrowelle fast alle Enzyme zerstört sind!)  Es empfiehlt sich, erst 0,5kg Puderzucker mit 1kg Honig zu verarbeiten und dann den restlichen Zucker dazuzugeben, um ein Überquellen der Rührmasse zu vermeiden. Klumpt sie zu stark, schaffen ein paar Spritzer Wasser Abhilfe. Ist die Masse cremig-pastös, kann sie portioniert werden.

Dazu nehme ich ein Backblech und lege es mit Haushaltspapier aus und gebe die gewünschte Menge Futterbrei tropfend als große Kleckse auf. Nur nicht auf dem Papier herumstreifen oder die Masse nachträglich auseinanderziehend verteilen wollen. Auch der Einsatz einer Nudelrolle führt in eine klebrige Katastrophe! Da unser Futterteig pastös ist, wird er sich im Laufe der Zeit ausbreiten. Beschleunigen lässt sich das, indem man das Backblech bei 30° im Ofen erwärmt. Hat der Teig eine Höhe von ca. 1cm erreicht, gehe ich zu den Bienen.

Ich öffne die Beute, nehme die Folie bzw. das Fliegengitter zur Seite, und lasse den Futterteig vom schräg gehaltenen Blech auf die Bienentraube gleiten. Dann kommt die Folie bzw. Gitter wieder darüber, dann der Deckel – und fertig ist die Fütterung.

Diese Methode hat den Vorteil, dass ich warme Futtermasse über das Volk bringe, somit der Auskühlung entgegen wirke. Durch das Haushaltspapier beißen sich die Bienen auf kurzem Wege direkt zum Futter durch. Auf diese Weise ist das Futter nie zwischen zwei Folien eingeschlossen, was den Zugang erheblich erschweren und auch auf einen schmalen Spalt begrenzen würde. Die Backblechmethode mit dem Rutschen erübrigt auch das Hantieren mit dieser klebrigen Masse.