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Am Bienenstand

 

Fotos: Nicole Scholmann

Das war: APRIL

Die kalten Tage sind überwunden und das Öffnen der Beute zeigt starken Bienenbesatz auf mindestens 6 Zargen. Und siehe da, der erste Nektareintrag glänzt in den Zellen. Der Raps erhält seinen ersten leichten Gelbschimmer, nun wird es aber höchste Zeit, den ersten Honigraum aufzusetzen; denn wir erwarten Nektareintrag ohne Ende bei Tagestemperaturen über 15°C. Und obwohl der Nektar auf die Hälfte zu Honig eingedickt wird, brauchen die Bienen erst einmal viel Lagerplatz. Ist der erste Honigraum zu Dreiviertel mit Bienen bedeckt, wird der nächste aufgesetzt. Wenn man das versäumt, bauen die Bienen im Brutraum Wildbau, hinter dem Schied im Freiraum. Falls zusätzlich durch Nektareintrag der Platz für die Brut zu knapp wird, werden Weiselzellen gebildet: Wir unterstützen den Schwarmtrieb.

Der erste Honigraum wird übrigens quer zum Brutraum aufgesetzt. Beim parallelen Stapeln würden die Bienen die Waben über dem Leerraum der Brutzarge nicht mit Nektar befüllen. Bevor wir den 2. Honigraum aufsetzen, drehen wir den ersten um 180°. Man will ja ganz sicher gehen! Bei den folgenden Honigräumen ist die Anordnung unwichtig, da unter ihnen keine Leerräume liegen.

Also: Der angepasste Brutraum dürfte jetzt 5 bis 6 Waben bei 1,5 DNM enthalten, wobei keine Futter- und Pollenwaben vorhanden sein sollten, denn für kalte Tage können die Bienen auf frisch Eingelagertes zurückgreifen. Zudem müssen wir das Aufsetzen der Honigräume im Auge behalten.

Wulfhard Matzick

Inzwischen haben wir MAI und besonders Jungimker fragen sich, ob nun nicht regelmäßig die Bienen durchgesehen werden müssen.

Dazu ist zu sagen, dass wir bereits zwei, wenn nicht 4 Honigräume (NM) aufgesetzt haben. Die müssten heruntergewuchtet werden, um dann den Brutraum durchzusehen. Wozu? Ach ja, Kippkontrolle wird immer noch empfohlen, bei der man Weiselzellen entdecken will. Dabei können die Bienen die aber gut versteckt untergebracht haben. Die, die wir sehen, brechen wir aus, machen die Kiste zu und gut ist? Denkste.

Also, lasst die Bienen in Ruhe! Wenn 75% des obersten Honigraums mit Bienen besetzt sind, nächste Zarge draufsetzen. Wenn im Brutraum bei 1,5 NM 7geschiedete Brutwaben zur Verfügung stehen, die Bienen eifrig sammeln und gut fliegen, unterlasst das Durchsehen des Brutraumes. Es bringt nur Unruhe, geht zu Lasten des Ertrages. Wer Weiselzellen nur ausbricht und keinen Raum gibt, hat seinen Schwarm nur etwas später.

Wulfhard Matzick

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Das Verhalten der Bienen am Stand beobachten und Messungen direkt im Bienenvolk führen zu belegbaren Aussagen. Viele Behauptungen entpuppen sich als Falschmeldungen, wenn man nach Daten fragt. Auch das ständige Hantieren im Brutraum  ist unnötig und stört den Bien gewaltig.                                                            Wir stellen in unserem Imkerverein An der Trave e.V. Ergebnisse vor, diskutieren sie, bieten Fortbildung an, setzen das sich erweiternde Wissen in die Praxis um. Dazu geben wir auf dieser Seite Tipps und Anregungen weiter, die helfen können, nach bestem Wissen zu imkern.

Wir lassen niemanden ratlos!
Wer Fragen zur Bienenhaltung hat, dem hilft Eckart Mayer gern:                            E-Mail: eckartmayer@web.de

Tel. 04536 891221
Mobil 0171 4745843

 

10 Regeln
wie man -mühelos und erfolgreich- zu prall gefüllten Honigtöpfen kommen kann: BinderVersusAumeier
Imkerverein an der Trave e.V.
Imkern in der Segeberger Beute DNM nach Eckard Moßner
Auch unser Imkerkollege Eckard Moßner, Grabau teilt seine langjährigen Erfahrungen erfolgreichen Imkerns mit der Segeberger Beute DNM mit:                 Das BienenjahrE.M