Am Bienenstand

Neben den Beobachtungen am Bienenstand können wir heute dank technischen und chemischen Fortschritts direkt im Bienenvolk Abläufe nachmessen, und damit belegbare Aussagen über die Bienen treffen. Durch ständig verfeinerte Methoden nimmt einerseits die Kenntnis über unsere Insekten zu, andererseits ergeben sich daraus stets neue Fragestellungen.

Wir wollen in unserem Imkerverein An der Trave e.V. neue Erkenntnisse vorstellen und diskutieren, Fortbildung anbieten, und das sich erweiternde Wissen in die Praxis umsetzen. Dazu geben wir auf dieser Seite ohne Besserwisserei und Absolutheitsanspruch Tipps und Anregungen wieder, die helfen können, nach bestem Wissen zu imkern.

Falls es am eigenen Bienenstand nicht rund läuft, wir helfen: http://imker-stormarn.de/notfall-am-bienenstand/

                         

Normalerweise hat man im Februar mit den Bienen keine Arbeit. Normalerweise ist es kalt, es liegt Schnee und normalerweise zehren die Bienen vom Eingefütterten und lassen den Winter draußen Winter sein. Das wäre ganz normal. Das war auch 1980 normal – der Imker lehnte sich im Winter zurück und freute sich mit seinen Bienen auf ein fröhliches Wiedersehen im Frühjahr. Und Varroa? Ja, was sollte das denn sein?

Heute ist alles anders, denn der warme Winter veranlasst die Bienen, Ausflüge zu machen. Ob es den Bienen gut geht, kann man mit herkömmlichen Methoden prüfen:
Sie können das Ohr an die Beute legen,
ins Flugloch schauen,
an der angekippten Beute die Waben von unten betrachten,
den Totenfall analysieren,
und am Gewicht den Futtervorrat abschätzen.

Oder aber Sie messen mithilfe eines Sensors, den Sie im Bienenstock untergebracht haben, die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur, und lesen bequem die Werte am Display Ihres Handys ab. Die Daten lassen Rückschlüsse zu. Beispiele: Steigen Temperatur und rel. Luftfeuchte gleichzeitig, so ist zunehmender Futterverbrauch dafür verantwortlich,  Sinken Temperatur und Luftfeuchte gemeinsam, bringen die Bienen kalte Außenluft ins Innere. Bleibt die Temperatur  andauernd hoch, hat das Brutgeschäft begonnen.

Ziehen Sie eine Tabelle über  den Taupunkt hinzu, so können Sie ablesen, dass bei 8°C und 75% rel . Feuchte die Temperatur nicht auf 3,8°C absinken darf, weil es dann zur Kondensation im Volk kommt. Also werden die Bienen bei fallender Außentemperatur gegenheizen, also Futter verbrauchen.

Trotz aller sorgfältiger Beobachtungen und Vorkehrungen kann es passieren, dass Sie bei Ihren Völkern Verluste hinnehmen müssen.
Mit dieser Problematik hat sich Frau Dr. Pia Aumeier  sehr umfassend beschäftigt: „Hilfe, mein Volk ist tot.“

Denken Sie auch an den Schutz der eingelagerten Honigwaben. Kontrolle auf Wachsmotten  zahlt sich aus.

Wulfhard Matzick

 

Auch unser Imkerkollege Eckard Moßner, Grabau teilt seine langjährigen Erfahrungen erfolgreichen Imkerns mit:  Das BienenjahrE.M