Notfall am Bienenstand

Notfall am Bienenstand

Imker sorgen sich um ihre Bienen – was aber ist mit der eigenen Sicherheit am Bienenstand? Da steht man irgendwo im Gelände, oder auch in einer abseitigen Ecke des eigenen Gartens und im Notfall keine Hilfe weit und breit?

Ein Bienenstich kann urplötzlich und ohne Vorwarnung einen Schock auslösen, man kann sich mit Werkzeug verletzen, sich plötzlich sehr unwohl fühlen oder mit Chemikalien verätzen. Wie man für diese Situation vorsorgen soll, hat Herr Ulrich Stäß so zusammen gefasst:

*Zu 6:
Eine Anaphylaxie ist die stärkste allergische Reaktion. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der gesamte Organismus reagiert. Das heißt, mindestens zwei verschiedene Organsysteme (zum Beispiel Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und/oder Herzkreislaufsystem) sind gleichzeitig betroffen, eine Reaktion tritt immer innerhalb kurzer Zeit nach Allergenkontakt auf und der Allgemeinzustand kann sich rasch verschlechtern.

Lokal-reizende Chemikalien können Reizungen von Haut und Schleimhäuten bei direktem Kontakt verursachen. Daher muss man sich am Imkerstand bei der Anwendung von Ameisen-, Oxal- und Milchsäure schützen.

  • Tragen von wasserundurchlässigen, säurebeständigen Handschuhen
  • eine Schutzbrille verhindert das Auftreffen von Partikeln
  • eine Atemschutzmaske vermeidet Reizungen der Atemwege durch kurzzeitig höhere Konzentrationen von Oxalsäure in der Umgebungsluft
  • ein mit Wasser gefüllter Eimer griffbereit am Arbeitsplatz, um bei Kontakt sofort die Säure abzuwaschen
  • Verwendung von sicheren Dosierungsspritzen, um ein Verschütten zu vermeiden
  • am Arbeitsplatz ein gut sichtbares Schild mit der Angabe der Säure aufstellen, damit ein Ersthelfer im Notfall nicht gefährdet wird

W. Matzick