IMKERN im Monat:
März

Huflattich
Im März beginnt die Entwicklung des Bienenvolkes dank des Klimawandels immer früher und wir können - besonders bei der Buckfastbiene - mit einem Brutnest rechnen.
Jetzt heißt es, die Böden zu reinigen. Der Brutraum ist anzupassen, der Futtervorrat nach dem Trennschied zu kontrollieren. Überflüssige Pollen- und Futtervorräte, die nur unnötig Energie beim Aufheizen abfordern, müssen entfernt werden. Der Boden sollte, wenn er verschlossen ist, jetzt einen ca. 10cm breiten Lüftungsstreifen unter dem leeren Trennschiedraum erhalten, damit Kondenswasser abfließen kann. Bei stark wechselnden Tages- und Nachttemperaturen entsteht das verstärkt. Eine leichte Reizfütterung mit bis zu 1L Zuckerwasser 1:1 kann die Entwicklung im Volk beschleunigen. Auf keinen Fall sollte das Brutnest bei tiefen Temperaturen "durchgeblättert" werden, da das Auskühlung und Entwicklungsverzögerung zur Folge hat. Aber eine Kurzkontrolle zur Legetätigkeit der Königin ist wichtig. Grundsätzlich wird vom Einschieben von Mittelwandwaben ins Brutnest gewarnt, weil das Kältebrücken schafft und das Brutnest auftrennt. Drohnenrahmen sollte man zeitig einbringen, um die Varroa früh bekämpfen zu können. Unbedingt das Anflugbrett verwenden, das bis zum Erdboden reichen muss, damit die Bienen es nicht unterfliegen können. Selbst bei der Verwendung von Varioböden der Segeberger Beute sollte auf Anflugbretter nicht verzichtet werden, da trotz der Anflugnische ein Unterfliegen - und damit ein Absturz mit Auskühlung - zu befürchten ist.
Wulfhard Matzick