Springe zum Inhalt

Am Bienenstand

IMKERN im Monat:

April

Huflattich

Der Brutraum wurde angepasst, der Futtervorrat nach dem Trennschied kontrolliert. Überflüssige Pollen- und Futtervorräte, die nur unnötig Energie beim Aufheizen abfordern, müssen entfernt werden. Der Boden sollte, wenn er verschlossen ist, jetzt einen ca. 10cm breiten Lüftungsstreifen unter dem leeren Trennschiedraum erhalten, damit Kondenswasser abfließen kann. Bei stark wechselnden Tages- und Nachttemperaturen entsteht das verstärkt. Eine leichte Reizfütterung mit bis zu 1L Zuckerwasser 1:1 kann die Entwicklung im Volk beschleunigen. Auf keinen Fall sollte das Brutnest bei tiefen Temperaturen "durchgeblättert" werden, da das Auskühlung und Entwicklungsverzögerung zur Folge hat. Aber eine Kurzkontrolle zur Legetätigkeit der Königin ist wichtig. Grundsätzlich wird vom Einschieben von Mittelwandwaben ins Brutnest gewarnt, weil das Kältebrücken schafft und das Brutnest auftrennt. Auch den Drohnenrahmen sollte man randständig am Brutnest und zeitig einbringen, um die Varroa früh bekämpfen zu können. Er dürfte inzwischen voll ausgebaut sein und muss nach der Verdeckelung ausgeschnitten werden. Unbedingt das Anflugbrett verwenden, das bis zum Erdboden reichen muss, damit die Bienen es nicht unterfliegen können. Selbst bei der Verwendung von Varioböden der Segeberger Beute sollte auf Anflugbretter nicht verzichtet werden, da trotz der Anflugnische ein Unterfliegen - und damit ein Absturz mit Auskühlung - zu befürchten ist.

Wulfhard Matzick